KFZ Werkstatt Service

5 Tipps zur besseren Kundenbindung in KFZ Werkstätten

Kundenbindung! Wie man als selbstständiger Mechaniker sicherstellen kann, dass die Kunden auch immer wieder kommen… und dass mit einfachen Dingen, die kaum Aufwand sind, aber viel nutzen.

Warum ist Kundenbindung so wichtig?

Weniger Werbekosten durch gute Kundenbindung

Einen Kunden in die Werkstatt zu bekommen kostet! Auch wenn man nicht alles direkt auf einen Kunden aufrechnen kann und man sich meistens nicht bewusst ist, was alles notwendig ist, dass ein Kunde zum ersten Mal in die Werkstatt kommt.

  • Werbematerial (Flyer, Visitenkarten, Briefpapier, …)
  • Anzeigen in Zeitungen
  • Schilder an der Straße, oder das Logo auf der Halle
  • Kleidung, Auto-Beklebung
  • Sponsoring von Vereinen und Veranstaltungen
  • usw.

Auch Werkstätten, die gar keine Werbung machen, müssen für Neukunden bezahlen!

Werkstätten, die nur durch Empfehlungen und Mundpropaganda neue Kunden bekommen, investieren indirekt auch Zeit und Geld, indem Sie den bestehenden Kunden einen ordentlichen Service bieten. Ab und zu auch mal etwas umsonst reparieren, oder für das ein, oder andere Teil keinen Aufschlag verrechnen.

Es ist aufwändiger einen neuen Kunden zu gewinnen, als einen bestehenden zu behalten!

Weniger Preiskampf durch gute Kundenbindung

Die Kundenloyalität schlägt sich auch in der Abrechnung nieder. Kunden, die zufrieden sind und gerne kommen, sind auch bereit, einen fairen Preis zu bezahlen.

Mit zufriedenen Kunden, gibt es weniger Preisverhandlungen!

Mehr Spaß an der Arbeit

Es ist viel angenehmer mit zufriedenen und langjährigen Kunden zusammen zu arbeiten, als sich um ständig wechselnde Kunden zu kümmern, die unzufrieden sind und sich ständig nach einer neuen Werkstatt umsehen, die die Bremsen noch um 50 Cent günstiger tauschen kann.

Die Arbeit als Mechaniker ist stressig und fordernd. Durch eine angenehmere Zusammenarbeit mit den Kunden kann man seine Nerven schonen.

Warum wechseln Kunden die Werkstatt?

warum wechseln kunden
Quelle: Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation

5 einfache Tipps um die Kundenbindung zu verbessern

Wir haben uns schlau gemacht und 5 kleine Dinge zusammengetragen, die speziell in einer Autowerkstatt, schnell und einfach erledigt sind und trotzdem viel für die Kunden und den Mechaniker bringen.

1. freundlich sein

Niemand will unfreundlich behandelt werden! Auch wenn die Arbeit gut ist und die Preise stimmen, kommen Kunden nicht zurück, wenn man nicht ordentlich mit ihnen umgeht. Speziell, wenn man einen schlechten Tag hat, ist es sinnvoll sich daran zu erinnern, dass ein freundlicher Umgang mit dem Kunden das einfachste, billigste und beste Werkzeug ist, damit er gerne wiederkommt.

2. früh und ehrlich informieren

Niemand will sich dumm vorkommen! Mechaniker sind die Spezialisten und Kunden haben oft kaum Ahnung von dem, was in der Werkstatt gemacht wird. Genau hier kann der gute Mechaniker punkten. Klären Sie mit dem Kunden schon beim abgeben des Fahrzeugs (soweit möglich) folgende Punkte:

  • was wird am Fahrzeug gemacht
  • warum ist das notwendig
  • was wird es ungefähr kosten
  • wie lange wird es dauern

Dadurch kann sich der Kunde darauf vorbereiten, was auf ihn zukommt. Er fühlt sich gut informiert und fair behandelt. Er baut Vertrauen auf und es kommt seltener der große Schock der Rechnung.

Auch informieren, wenn sich etwas ändert!

Wird die Reparatur teurer, als geplant? Dauert es länger? Je früher der Kunde Bescheid weiß umso besser. Je länger der Kunde Zeit hat, sich an die Mehrkosten, oder die längere Dauer zu gewöhnen, umso einfacher ist es dann, wenn das Fahrzeug abgeholt wird.

3. nach der Meinung Fragen

Das Auto ist fertig, die Rechnung auch: Also raus mit dem Kunden! Platz für den nächsten machen!? Genau zu dem Zeitpunkt sollte man sich kurz 1-2 Minuten Zeit für den Kunden nehmen und fragen, ob alles zur vollsten Zufriedenheit gelaufen ist. Diese kleine Angewohnheit kann sehr viel bewirken:

  • nur so erfährt man, was man in Zukunft besser machen kann
  • der Kunde fühlt sich ernst genommen und wertgeschätzt
  • Lob vom Kunden ist sehr motivieren
  • dem Kunden wird selbst deutlicher bewusst, dass er zufrieden ist, wenn er es ausspricht

4. aufrichtig bedanken

Viele Werkstätten drucken ein “Wir danken für Ihren Auftrag!”, oder ein “Allseits gute Fahrt!” auf ihre Rechnungen. Diese Dinge sind nett gemeint, werden aber sehr oft überlesen, oder als Standardtext nicht wirklich beachtet.

Bevor der Kunde die Werkstatt verlässt, nehmen Sie sich 10 Sekunden Zeit und bedanken Sie sich aufrichtig dafür, dass er zu Ihnen kommt um sein Fahrzeug warten, oder reparieren zu lassen. Es ist nicht selbstverständlich, dass er Ihre Werkstatt gewählt hat und Sie können dem Kunden so klarmachen, dass Ihnen das bewusst ist.

Schicken Sie den Kunden mit einem guten Gefühl nach Hause!

5. erinnern

Ob Reifen, Service, oder §57a Überprüfung: Viele Wartungsarbeiten und Verschleißteile fallen immer wieder an. Erinnern Sie den Kunden freundlich daran. Egal ob per SMS, E-Mail, Post, oder Anruf. Wichtig ist, dass es passiert. Der durchschnittliche Fahrzeuglenker weiß nicht, wann die nächste Pickerl-Überprüfung fällig ist und schon gar nicht bei wie vielen km der nächste Service zu machen ist, oder gar wie viel Profil er noch auf den Reifen hat. Wenn Sie freundlich erinnern, werden Sie nicht nur als Helfer wahrgenommen, sondern auch als erste Anlaufstelle, die der Kunde wahrnimmt, wenn er an seinen Termin erinnert wird.

Nicht nerven, sondern helfen!

Wichtig ist, dass man es nicht übertreibt. Eine Erinnerung zum Pickerl reicht und wenn der Kunde zu den letzten 2, oder 3 Terminen nicht mehr gekommen ist, sollten die Erinnerungen eingestellt werden. Nichts ist nerviger als nach 10 Jahren immer noch den Pickerl-Brief für ein Fahrzeug zu bekommen, das schon längst verkauft, oder verschrottet ist.

Hier eine Anleitung Serienbrief zur Erinnerung ans Pickerl

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